Musikpsychologie

 

(= M.) [engl. music psychology; gr. μουσικά (mousika) Kunst der Musen, Geistesbildung, Tonkunst und Dichtung], [WA], sowohl Teilbereich der Ps. als auch der systematischen Musikwiss.; beschreibt die psych. Prozesse beim Musizieren und Musikhören (Hören). Typ. Fragestellungen beschäftigen sich dabei z. B. mit Musikkognition (Kognition), dem Vermitteln und Produzieren von Musik, musikalischer Begabung, musikalischer Präferenz (Musikpräferenzen) oder dem kult. Musikgebrauch. Die M. überschneidet sich mit anderen verwandten Bereichen, so Musikwiss., Musikpädagogik (Pädagogik), Soziologie, Neuro-, Medienwiss. u. a. Hervorgegangen aus der Tonps., die sich mehrheitlich auf elementare psychoakustische Phänomene (Ton, Geräusche) beschränkt, rückt in der M. die Verarbeitung der Musik als Ganzes in den Vordergrund. Die M. als eigenständige, dem empirischen Forschungsparadigma verschriebene Disziplin hat sich in den letzten 30 Jahren etabliert, was mit einem Anstieg neu errichteter Lehrstühle und internat. Publikationen einhergeht. Neben der Klassik rückt vermehrt auch die Pop-Rock-Musik als prägende Strömung der heutigen Zeit in den Fokus der Aufmerksamkeit. Neue Impulse erhält die M. in der Erforschung musikbezogener neurophysiol. Prozesse durch bildgebende Verfahren. Musikalische Fähigkeiten, Entwicklung, Musikalität, Musikrezeption, Musikwahrnehmung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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