need for cognition

 

(= n.) [engl.] Bedürfnis nach kogn. Beanspruchung, [EM, KOG, PER], die Tendenz, Aktivitäten aufzusuchen, die anspruchsvolles und angestrengtes Nachdenken, Schlussfolgern und Problemlösen erfordern. Nach Cacioppo und Kollegen haben Personen mit hoher n. Freude daran, über Objekte und Beziehungen nachzudenken und zu reflektieren, wohingegen Personen mit geringer n. als «kognitive Vermeider» bezeichnet werden können und sich eher auf Heuristiken und die Meinungen anderer verlassen. Auch im dt. Sprachraum wird nur der engl. Ausdruck verwendet. N. wird am häufigsten über das 18-Item Selbseinschätzungsinventar need for cognition scale erfasst, das eine eindimensionale Struktur aufweist. Ein Bsp.item lautet: «Ich würde komplizierte Probleme einfachen Problemen vorziehen». Es zeigen sich hohe Korrelationen mit den Konstrukten intellektuelles Engagement, typisches, epistemische Neugier und Intellekt, die bis an die Grenzen der Reliabilität gehen. Im Fünf-Faktoren-Modell ist n. dem Faktor Offenheit für Erfahrungen zuzurechnen, auf Ebene der Subdimensionen der Big Five dem Aspekt Intellekt sowie auf Facettenebene Offenheit für Ideen.

Verwendete Literatur

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