Negation

 

(= N.) [engl. negation; lat. negare verneinen], [KOG], in der generativen Transformations-Grammatik Chomskys (Chomsky, 1965) wird die N. (Verneinung) als singuläre Transformation mit einfacher Grundstruktur eingeführt. Es lassen sich drei versch. N.formen, die jew. versch. weite Bedeutungsbereiche verneinen, unterscheiden: (1) Subjektverneinung, (2) Objektverneinung, (3) Prädikatsverneinung. Dabei ist die N. des Prädikats die allgemeinste Form, da sie die gesamte im Satz ausgedrückte Beziehung negiert (z. B. «Der Vater hat das Buch NICHT gelesen»). Im Laufe der Sprachentwicklung ist die Prädikatsverneinung auch die früheste N.form, die zunächst als bloße Addition eines N.partikels zum Prädikat (z. B. «NICHT kaputtmachen», Grimm, 1973) realisiert wird. Später nimmt das N.partikel in der Subjekt-Objekt-Folge als der häufigsten Satzform dann eine mittlere Position nach dem Verb ein. Erst nach dieser Integration können weitere, spezif. Verneinungsformen differenziert werden.

[EW], konkret-operatorische Entwicklungsstufe, Strukturgenese.

Verwendete Literatur

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