Neugier

 

(= N.) [engl. curiosity], [EM, PER], sowohl Zustand (state) als auch Persönlichkeitsmerkmal (trait); bezieht sich auf die Tendenz, Neues zu erleben, zu untersuchen, zu erkunden, zu erfahren und geht mit explorativen Verhaltensweisen einher (Berlyne, 1960). N. kann danach unterschieden werden, worauf sie sich inhaltlich bezieht: insbes. epistemische Neugier (wissensbezogen, z. B. Problemlösen, Lernen), perzeptuelle N. (Neugier, perzeptive und manipulative; z. B. fremde Speisen probieren, in fremde Länder reisen) sowie auch interpersonelle N. (Interesse an anderen Personen). N. ist eine treibende Kraft für die Entwicklung in der Kindheit, für Lernprozesse sowie für intellektuelle Leistungen und beruflichen Erfolg. Epistemische N. ist ein Aspekt des Faktors Offenheit für Erfahrungen bzw. der Facette Offenheit für Ideen im Fünf-Faktoren-Modell und ist stark mit Konstrukten wie need for cognition und typisches intellektuelles Engagement (intellektuelles Engagement, typisches) korreliert; perzeptuelle N. ist mit sensation-seeking assoziiert. Neugierverhalten, diversives, Neugierverhalten, spezifisches.

Referenzen und vertiefende Literatur

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