Neuralgie, neuralgischer Schmerz

 

(= N.) [engl. neuralgic pain; gr. νεῦρον (neuron), ἄλγος (algos) Schmerz], [BIO, GES], durch pathophysiologische Impulsbildung an nozizeptiven Fasern (nicht an den Nozizeptoren) entstehende Schmerzen. Allg. Bez. für Schmerzsyndrome, die auf das Ausbreitungsgebiet eines Nervs begrenzt sind. Es handelt sich i. d. R. um projizierte Schmerzen, die durch fortgesetzte (chronische) Reizung eines Nervs oder einer Hinterwurzel entstehen (z. B. durch einen Bandscheibenvorfall). Solche chronischen Nervenschädigungen führen dann zu «spontanen» Schmerzen, die häufig wellenförmig oder anfallsweise auftreten. Sie bleiben meist auf das Versorgungsgebiet des erkrankten Nervs oder der geschädigten Wurzel begrenzt. Zahlreiche weitere Bez., z. B.: N. ischiadica, N. nocturna, Trigeminusneuralgie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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