Normalisierung

 

[engl. normalizing; lat. norma Regel, Maßstab], [FSE], in der Statistik die Transformation nichtnormaler Verteilungen in eine Normalverteilung. Dabei wird folgendermaßen vorgegangen: Zuerst wird eine Flächentransformation durchgeführt, d. h. es werden die Prozentränge der einzelnen Maßzahlklassen bestimmt. Diesen werden anschließend die entspr. z-Werte der Standardnormalverteilung zugeordnet. Die z-Werte können noch linear weitertransformiert werden. Transformation, statistische.

[WA], anschauliche Veränderung eines längere Zeit betrachteten Reizes in Richtung einer Norm (Gibson, 1933), z. B. Annäherung einer gekrümmten Linie an eine Gerade, einer geneigten Linie an die Vertikale. Als Folge der Normalisierung treten Nacheffekte auf, z. B. eine Gerade erscheint in Gegenrichtung gekrümmt, eine vertikale Linie in Gegenrichtung geneigt; die Nacheffekte sind aber nicht allein als Folge der Normalisierung zu erklären (figurale Nachwirkung): Ein Neigungsnacheffekt findet sich z. B. auch nach längerer Inspektion einer vertikalen Linie, während der keine Normalisierung auftritt. Normen finden sich auf vielen bipolaren Dimensionen eines visuellen Reizes, für die ein zentraler Punkt besteht (z. B. gerade für Krümmung, senkrecht/waagerecht für Neigung, geradeaus für Richtung, Augenhöhe für Höhe, stationär für Bewegung).

Referenzen und vertiefende Literatur

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