Normen, soziale

 

(= s.N.) [engl. social norms; lat. norma Regel, Maßstab], [SOZ], Normen (= N.) sind Regeln, die sich auf Verhalten, aber auch auf Emotionen und Kognitionen beziehen und in Gruppen und/oder Gesellschaften einen gewissen Verbindlichkeitsgrad haben. Von den zahlreichen Unterscheidungen sind zu nennen: Präskriptive N., die Vorschriften und Anweisugen beinhalten, und proskriptive N., die Verbote aussprechen und Zuwiderhandlungen mit Sanktionen belegen. Weitere Unterschiede beziehen sich u. a. auf den Geltungsbereich (z. B. universelle Geltung, kulturspezif. Geltung), die Geltungsdauer, den Verpflichtungsgrad (Muss-, Kann-, Soll-N.), den Formalisierungsrad (Bräuche, Rituale, Rechtsn.), den Internalisierungsgrad (äußere N. vs. verinnerlichte N.) und das Ausmaß an Legitimität. Innerhalb der Sozialps. wird der Entstehungszusammenhang von N., ihre Funktion für die Vorhersage von Verhalten und je spezif. N. wie die Norm der Reziprozität oder der soziale Verantwortung untersucht.

Referenzen und vertiefende Literatur

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