objektiver Geist

 

(= o.G.) [engl. objective mind], [PHI], nach Hegel der Geist in Gesellschaft, Staat, Sittlichkeit, Moral, Recht, während in Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Religion der absolute Geist vorliegt. Dilthey versteht unter o.G. die Gesamtheit der geistigen Äußerungen und Niederschläge allen kult. Lebens (Kultur). Auch die Annahme Sprangers ist hier zugehörig, dass ein Geistiges überpersönlich bestehe und in der Kultur ebenso wie in der Natur sich gestaltlich verwirkliche und allem Sein entspr. sinnvolle Ziele gebe, auch dem Psychischen. Von solchem o.G., der mit dem Hegel’schen Begriff nicht mehr allzu viel gemeinsam hat, ist zu unterscheiden der «objektivierte Geist», der sich von dem geschichtlich bedingten o.G. dadurch abhebt, dass er «die obj. Werte begründet und dass er mit seinen idealen Forderungen (Normen, soziale), in denen das Seinsollende zum Ausdruck kommt, tief in unsere Lebenswirklichkeit hineinreicht und auf diese eine richtungsweisende Funktion ausübt». geisteswissenschaftliche Psychologie.

Verwendete Literatur

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