Ökologische Psychotherapie

 

[engl. ecological psychotherapy], [KLI], der beziehungsökologische Therapieansatz von Willi (2005) legt den Schwerpunkt von Selbstverwirklichung auf die Verwirklichung des persönlichen Potenzials im Gestalten seiner Umwelt. Ein Individuum sucht permanent eine mit seinen Entwicklungsbereitschaften korrespondierende Umwelt und versucht, sie zu seiner «persönlichen Nische» zu gestalten, die ihrerseits die weitere Entwicklung des Individuums leitet. Jeder persönliche Wandel verändert die Beziehungsgestaltung und birgt das Risiko in sich, von der Umwelt neg. beantwortet zu werden, was zur Vermeidung anstehender persönlicher Entwicklungen führen kann. Psychogene Symptome treten auf, wenn eine anstehende Entwicklung zwar eingeleitet, dann aber aus Angst vor ihren Folgen blockiert wird. Die Therapie unterstützt den Vollzug anstehender Entwicklungen in der Beziehungsgestaltung und zielt auf eine bessere Nutzung der Beziehungsbereitschaften der Beziehungsumwelt. Das Konzept lehnt sich an Modelle der Verhaltensökologie an und hat sich aus den Konzepten der Koevolution und Kollusion entwickelt.

Verwendete Literatur

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