Operator

 

(= O.) [engl. operator; lat. operari an etw. arbeiten], [KOG], in der Mathematik wird O. meist verwendet als Bez. für eine Rechenvorschrift, durch die die Elemente einer best. Menge A eindeutig den Elementen einer Menge B (die mit A identisch sein kann) zugeordnet werden. Die Zuordnung selbst heißt Abbildung, Funktion oder Operation. Im Zusammenhang mit Handeln und Problemlösen wird unter O. einerseits eine mögliche Veränderung eines (gedanklichen oder materiellen) Realitätsbereichszustandes in einen anderen verstanden (Dörner, 1974), andererseits ein Veränderungsverfahren, über das der Handelnde bzw. der Problemlöser verfügt und das er in einem Realitätsbereich bzw. innerhalb eines Problemraums wirksam werden lassen kann. Dabei wird zw. O. als allg. Form und Operation als einer konkreten Ausführung einer Veränderung unterschieden (Dörner, 1976). Die Taxonomisierung von O. nach Dörner macht versch. Typen von Denkprozessen unterscheidbar. MakrooperatorMetaoperator.

Illegaler O. ist ein Sammelbegriff für Lösungsversuche in einem Problemlösungsprozess, mit denen sich ein Problemlöser über ihm vorgegebene, einschränkende Regeln oder andere Rahmenbedingungen hinwegsetzt, sodass u. U. zwar der Zielzustand erreicht wird, dies jedoch nicht als Lösung des Problems anerkannt und verwendet werden kann.

Verwendete Literatur

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