pädagogische Agenten

 

(= p. A.) [engl. pedagogical/education agents; gr. παῖς (pais) Kind, ἄγειν (agein) führen, lat. agere handeln], [MD, PÄD], hierbei handelt es sich um computerbasierte (virtuelle) animierte Charaktere, die den Wissenserwerb unterstützen sollen. Je nach technischer Umsetzung können sich p. A. bewegen, Zeigegesten ausführen, Emotionen über den Gesichtsausdruck (Mimik) ausdrücken, sprechen (Sprechen) und auf Eingaben eines Lerners adaptiv reagieren bzw. mit diesem interagieren. Sind die Agenten menschenähnlich, bez. man sie als anthropomorphe Agenten. Sind die Agenten in der Lage, Äußerungen des Lerners zu verstehen und adaptiv darauf zu reagieren (z. B. Feedback zu geben, Nachfragen zu stellen), bezeichnet man sie als konversationale Agenten. Aus Sicht der Social Agency Theory (Moreno et al., 2001) werden p. A. als sinnvolle Ergänzung multimedialer Lernumgebungen betrachtet, da sie als soziale Hinweisreize fungieren, aufgrund derer der Lerner die Interaktion mit dem Computer eher als soziale Kommunikationssituation interpretiert (vgl. media equation theory, Reeves & Nass, 1996). Diese Interpretation soll dazu führen, dass ein Lerner die durch den Agenten präsentierte Information als glaubwürdiger empfindet und intensiver verarbeitet. Empir. Nachweise für die angenommene Lernwirksamkeit von p. A. sind jedoch eher selten (Dehn & van Mulken, 2000).

Verwendete Literatur

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