paradoxe Intention

 

(= p. I.) [engl. paradoxical intention; gr. παρα- (para-) neben, δόξα (doxa) Ansicht, Meinung, lat. intentio Absicht], [KLI], p. Strategien werden i. R. unterschiedlicher Therapien (Verhaltenstherapie, Kommunikationstherapien, Familientherapie) unter versch. Bez. verwendet: p. I., Therapeutisches Paradox, Symptomverschreibung (Watzlawick et al., 1967). Bei p. I. wird der Klient aufgefordert, sein symptomatisches Verhalten nicht zu bekämpfen, sondern bewusst herbeizuführen und auszuüben. Dabei soll die Angst vor dem Symptom durch einen paradoxen ironischen Wunsch ersetzt und eine Distanzierung zum Symptom erreicht werden. Nicht immer steht bei der p. Intervention die Symptomverschreibung im Vordergrund, sondern eine wichtige Bedeutung spielen auch die pos. Umdeutung der Symptome (negative Übung, Übersättigungstherapie) oder andere Umkehrungen der Bewertung von Problemen. Das Wegnehmen von Veränderungsdruck dürfte die hauptsächlich wirksame Komponente dieser Vorgehensweisen sein. Wirksamkeitsuntersuchungen zur p. I. als isoliert angewandte Technik lassen sie für Symptome wie Schlafstörungen und Phobien nicht als geeignetes Verfahren erscheinen. Bei Pat. dagegen, die auf Methoden wie Entspannungsverfahren oder direkte verhaltenstherap. Interventionen mit Widerstand reagieren, scheinen paradoxe Verfahren eine Alternative darzustellen. Über die Angemessenheit p. Strategien ist indiv. zu entscheiden.

Verwendete Literatur

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