Partialtriebe

 

(= P.) [engl. partial drives; lat. pars Teil], [KLI], von Freud (Psychoanalyse) geprägter Begriff für die einzelnen, in den versch. Entwicklungsphasen nacheinander in Erscheinung tretenden Triebe: orale, anale, genitale Tendenzen sowie die Tendenzen zum Beschauen (Voyeurismus) und Betasten, zum Sichzeigen (Exhibitionismus), zum Sadismus und Masochismus. Diese einzelnen P. treten am Ende der frühen genitalen Phase unter den Primat der genitalen Zone und die Dominanz der genitalen Motive. Ihre Befriedigung erfolgt danach normalerweise nur noch i. R. der Befriedigung der genitalen Bedürfnisse, und zwar in Form von deren Präliminarien. Die Perversion ist gekennzeichnet durch eine Entmischung dieser P. und durch die ausschließliche und zwanghafte Befriedigung eines isolierten P. Partialobjekt.