pathologisches Horten

 

(= p. H.) [engl. pathological hoarding], [KLI], bez. nach DSM-5 die anhaltende Schwierigkeit, Gegenstände wegzuwerfen oder sich von ihnen zu trennen, unabh. von deren tatsächlichem Wert. Grundlage ist das Bedürfnis Gegenstände aufheben zu müssen und Unbehagen beim Wegwerfen. Wohnbereiche sind von gehorteten Gegenständen überfüllt (bzw. «vermüllt») und behindern deren Nutzung erheblich. Wenn Wohnbereiche aufgeräumt sind, dann zumeist durch das Einwirken Dritter wie Angehöriger oder Reinigungskräfte. P. H. kann nicht durch eine körperliche oder andere psych. Erkrankung erklärt werden und verursacht in klin. bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in wichtigen Funktionsbereichen. Bei 80% bis 90% der von p. H. Betroffenen kommt es zu exzessiver Beschaffung von unnützen Gegenständen oder von Gegenständen, für die kein Platz in der Wohnung vorhanden ist, z. B. durch exzessives Kaufen oder Sammeln frei verfügbarer Gegenstände. Die Punktprävalenz des p. H. bewegt sich schätzungsweise zw. 2% und 6%, wobei beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sind. Die Beeinträchtigung durch p. H. nimmt mit steigendem Alter zu, der Verlauf ist i. d. R. chronisch. Zwillingsstudien ergaben eine genetische Komponente von 50% für das Auftreten von p. H.