Persönlichkeitsentwicklung, berufliche

 

(= b.P.) [engl. personal professional development], [AO, PER], Persönlichkeitsentwicklung, die i. R. der beruflichen Sozialisation stattfindet. Mit dem Begriff der Personalentwicklung werden Maßnahmen beschrieben, mit denen Institutionen die Entwicklung humaner Ressourcen (Human Resource Management) steuern und fördern wollen. Das heißt, das Motiv der Maßnahme liegt außerhalb der zu entwickelnden Person (extrinsische Motivation). Dahingegen liegt das Momentum der Initiative bei der P. im Individuum. Bei der P. geht es also um die Frage, welche Haltungen und Fähigkeiten zum selbstgesteuerten Lernen und lebenslangen Lernen in der Aus- und Fortbildung gefördert werden können und sollen und wie deren Vermittlung am besten funktioniert. Zielgrößen sind: Fähigkeiten wie Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, adäquate Selbsteinschätzung, Umgang mit Ambivalenzen, Unsicherheiten, Disziplin, Frustrationstoleranz, aber auch die Motivation, in der Zukunft liegende Ziele und Werte als Motivatoren zu entwickeln und diese als handlungsleitend zu nutzen. Eine Schwierigkeit, die im Zusammenhang mit der P. zu berücksichtigen ist, besteht in der Besonderheit des beruflichen Abhängigkeitsverhältnisses. Da der Arbeitnehmer in Abhängigkeit zum Arbeitgeber steht, sollten Aus- und Fortbildungsinterventionen den Schutz der Privatsphäre des Arbeitnehmers berücksichtigen. Die P. basiert auf dem Verständnis eines dem Individuum inhärenten, intrinsisch motivierten Bedürfnisses nach Wachstum (intrinsische Motivation, Persönlichkeitstheorien, humanistische), wie es z. B. in der Selbstbestimmungstheorie postuliert wird.