Pfungst, Oskar

 

(1874–1933), [HIS, KOG], Ausbildung als Bankkaufmann, Studium der Philosophie, Biologie und Med. in München und Berlin (ohne Abschluss). Freiwilliger Assistent von Stumpf in Berlin. Im Krieg Untersuchungen zu Polizeihunden an der Versuchs- und Dressuranstalt für Kriegs- und Polizeihunde, ab 1921 tätig in Frankfurt am Hirnverletzten-Institut unter der Leitung von Goldstein. Ehrendoktorwürde der Med. Fakultät der Universität Frankfurt. Nach Auflösung des Instituts 1925 Übersiedlung nach Berlin, Lehrauftrag für vergleichende Biologie und Ps. Pfungst führte versch. Untersuchungen zur Tierps. durch. Als seine wichtigste Arbeit gilt die systemat. Erforschung des Rätsels um den «Klugen Hans», ein Pferd, das Aufsehen erregte, weil es mutmaßlich lesen, rechnen und verschiedenste andere Aufgaben lösen konnte (Pfungst, 1907). Pfungst experimentierte mit dem Tier und fand, dass Hans nur dann Aufgaben «richtig» löste, wenn es Blickkontakt mit dem Aufgabensteller hatte. Hieraus schloss Pfungst auf kleinste, unbewusste Hinweisreize des Aufgabenstellers, deren Wirkungen er in weiteren Versuchen überprüfte.

Referenzen und vertiefende Literatur

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