Phasenmodell psychotherapeutischer Veränderungen

 

(= PPV) [engl. phase model of psychotherapeutic change], [KLI], stellt eine theoret. Ausdifferenzierung des Aufwand-Wirkungs-Modells dar. Das PPV von Kenneth I. Howard und Mitarbeitern unterscheidet drei sequenziell aufeinanderfolg. Phasen im Veränderungsprozess eines Pat. (therapeutische Veränderung), in denen jew. unterschiedliche Problemdimensionen im Fokus stehen, die unterschiedlich schnell zu einer Verminderung der Belastung führen: In der ersten Phase, der Remoralisierungsphase, geht das Modell davon aus, dass sich das subj. Wohlbefinden zunächst relativ schnell verbessert (z. B. durch pos. Erwartungen und Hoffnungen). In der darauffolg. Remediationsphase verringern sich durch spezif. darauf ausgerichtete Interventionen die Symptome eines Pat. Die abschließende Rehabilitationsphase fokussiert gemäß dem Modell auf die Wiederherstellung der allg. Funktionsfähigkeit eines Pat. z. B. in Bezug auf interpersonale Verhaltensweisen und erfordert daher mehr Therapieaufwand. Das PPV nimmt eine probabilistische, sequenzielle Abhängigkeit der drei Phasen an, sodass das erfolgreiche Durchlaufen einer zeitlich früher angeordneten Phase einen pos. Prädiktor für die erfolgreiche Bewältigung der darauffolg. Phase darstellt. Der Ein- und Ausstieg in bzw. aus der Therapie kann zu und nach jeder der drei Phasen erfolgen, sodass nicht alle Pat. diese Phasen vollst. durchlaufen. Stulz & Lutz (2007) beobachten für ca. zwei Drittel der Pat. einer großen naturalistischen Stichprobe einen dem PPV konformen Verlauf.

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.