Phencyclidin

 

(= PCP) [engl. phencyclidine], [PHA], 1955 entdeckte psychotrope Substanz aus der Gruppe der Halluzinogene bzw. Psychotomimetika, unter vielen Bez., etwa angel dust in der Drogenszene, bes. in den 1980er-Jahren, benutzt, Wirkungsmechanismus über Hemmung des Ca2+-Einstroms am NMDA-Rezeptor (Glutamat). Wegen analgetischer und anästhetischer Wirkungen (vorübergehender) Einsatz als Narkosestoff ebenso wie das strukturverwandte Ketamin. Die Effekte von PCP sind Euphorie, Erregung und Gefühle der Stärke, jedoch auch Angst sowie Halluzinationen. Missbrauch kann zu (auto)aggressivem Verhalten sowie zu schweren somatischen Störungen führen. PCP wird auch im Kontext eines chemischen Genesemodells der Schizophrenie diskutiert.

Verwendete Literatur

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