Phentolamin

 

(= P.), [PHA], P. ist ein kompetitiver nicht selektiver α1- und α2-Adrenorezeptorenblocker mit einer relativ kurzen Wirkdauer. Nach Einwirken auf die glatte Gefäßmuskulatur bewirkt die Substanz eine alphaadrenerge Blockade mit daraus resultierender Vasodilatation. Es zählt zur pharmakotherap. Gruppe der Antidote und hat sein klin. Anwendungsgebiet in der Aufhebung der Gewebeanästhesie (Lippen und Zunge) und damit einhergehender funktioneller Defizite im Zus. mit der intraoralen submukösen Injektion eines Lokalanästhetikums mit Catecholamin-Vasokonstriktor nach zahnmed. Eingriffen. Zudem scheint eine Wirkung bei erektiler Dysfunktion (Sexualstörungen) vorhanden zu sein. Orale Anwendungen scheinen eine Wirksamkeit bei 30−50 % der Männer mit erektiler Dysfunktion zu haben. Pos. Effekte von Phentolamin-Mesilat fanden sich auch bei der Behandlung von weiblichen Erregungsstörungen bei postmenopausalen Frauen ohne Hormondefizit und ohne Libidostörung.