Photosensibilisierung unter Psychopharmakotherapie

 

[engl. photosensitisation due to psychotropic drugs]; bei der Photosensibilisierung (= P.) wird die Haut durch Substanzen wie Medikamente oder Pflanzeninhaltsstoffe empfindlicher für UV-Strahlen. Nach Sonnenexposition kommt es so zu einer Hautrötung, Sonnenbrand oder zu einer Blasenbildung, weil die Lichtreizschwelle herabgesetzt ist. Eine P. tritt bei ausreichender Substanz- und Sonnenexposition bei allen Menschen auf. Unterschieden werden phototoxische und photoallergische Reaktionen, die nicht immer voneinander getrennt werden können und gelegentlich durch die gleiche Substanz beim selben Pat. verursacht werden. Daher ist der Begriff der P. als Oberbegriff sowohl für phototoxische als auch für photoallergische Reaktionen zu sehen. Medikamente mit entspr. Potenzial zur Verursachung derartiger Reaktionen werden als Photosensibilisatoren bez. Im Prinzip können alle Medikamente zu einer P. führen. Entspr. ihrer Häufigkeit sind im Bereich der Antipsychotika Substanzen wie Chlorpromazin, Thioridazin, Chlorprothixen, Promethazin, Perazin, Fluphenazin oder Haloperidol zu nennen. Als verursachende Antidepressiva kommen Amitriptylin, Trimipramin, Nortriptylin, Desipramin, ImipraminDoxepin oder Clomipramin infrage. Aus der Gruppe der Antiepileptika sind es vor allem Carbamazepin oder Lamotrigin.

Referenzen und vertiefende Literatur

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