physikalische Welt

 

(= p.W.) [engl. physical world; gr. φύσις (physis) Natur], [WA], der Begriff wird in der Ps. zumeist gebraucht, um den Ggs. zur Erlebniswelt eines Subjektes auszudrücken. Beide Welten decken sich niemals. Die p.W. enthält keine Qualitäten wie Licht, Farben usw., sondern streng genommen nur Messergebnisse, die durch best. Messoperationen definiert sind (Operationalismus). Diese erhalten einen gewissen Sinn, indem ihnen anschauliche Modelle wie Wellen, Atommodelle usw. zugeordnet werden. Nach modernen Ansichten muss selbst hierauf verzichtet werden zugunsten einer unanschaulichen und rein math. Formulierung, die allein in der Lage ist, die physikal. beobachteten Tatsachen zu einem sinnvollen und geschlossenen System zus.zufügen. Historisch gesehen erstrebte eine Beziehung zw. p.W. und Erlebniswelt schon die von Fechner begründete Psychophysik, indem sie untersuchte, wie Erlebnisdaten (Empfindung) und physikal. Daten (Reiz) funktional voneinander abhängen.

Verwendete Literatur

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