Pilocarpin

 

(= P.) [engl. pilocarpine], [PHA]Alkaloid der Jaborandiblätter, in der Volksmed. bei Mundtrockenheit verwendet, cholinerge Substanz, sog. direktes Parasympathomimetikum mit Erregung von Acetylcholinrezeptoren, mit stark sekretionsfördernder Wirkung (Speichel, Tränen, Schweiß, Förderung von Wasserabfluss aus der Augenvorkammer). Sonstige physiol. Wirkungen sind Blutdruckanstieg, Tachykardie (über Freisetzung von Noradrenalin). Kleine Dosen führen zur Erregung der Formatio reticularis, die durch Atropin blockiert wird. Verwandte des P. sind Arecolin und Muscarin. Therap. eingesetzt fast ausschließlich bei Glaukom lokal in Form von Augentropfen oder -salben.