Pop-out-Effekt

 

(= P.) [engl. pop-out herausspringen], [WA, KOG], sollen Pbn in einer visuellen Suchaufgabe einen Zielreiz suchen, der sich in einem Einzelmerkmal (engl. singleton) von den Distraktoren unterscheidet (z. B. Suche eines roten Kreises unter grünen Kreisen), ist die Reaktionszeit auf den Zielreiz, i. d. R. unabhängig von der Anzahl der Distraktoren. Dieses Ergebnismuster wird als P. bezeichnet, da der Zielreiz quasi aus der Menge der Distraktoren «herausspringt». Hingegen steigt die Reaktionszeit i. d. R. linear mit der Anzahl der Distraktoren an, falls sich der Zielreiz in einer Merkmalskombination (engl. conjunction) von den Distraktoren unterscheidet (z. B. Suche eines roten Kreises unter roten Quadraten und grünen Kreisen). Früher wurde der P. als Evidenz für eine parallele Suche von Einzelmerkmalen gewertet. Der lineare Anstieg der Reaktionszeit mit der Anzahl von Distraktoren wurde als Evidenz für eine serielle Suche bei Merkmalskombinationen interpretiert. Neue Ergebnisse sprechen gegen eine solche pauschale Unterscheidung der visuellen Suche bei Einzelmerkmalen und Merkmalskombinationen. Da zudem aufgrund des Ergebnismusters nicht eindeutig auf eine parallele oder serielle visuelle Suche geschlossen werden, wird zw. effektiver (kein oder nur geringer Anstieg der Reaktionszeit mit zunehmender Anzahl an Distraktoren) bzw. ineffektiver Suche (hoher Anstieg der Reaktionszeit mit zunehmender Anzahl an Distraktoren) unterschieden. visuelle Suche, Wahrnehmung, präattentive.

Verwendete Literatur

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