Potenzgesetz

 

[engl. power law], [WA], auch Stevens-Gesetz genannt, eine allg. gültige Form der Beziehung zw. Reiz- und Empfindungsgrößen (Psychophysik), die schon von Plateau (1872) und Mersel als Alternative zum (Weber-Fechner-Gesetz) in Betracht gezogen wurde. Stevens (1957) zeigte, dass bei Anwendung von direkten Skalierungsmethoden (Skalierung, Methoden der) auf «prosthetischen» Empfindungskontinuen (d. h. solche, die den quant. Aspekt der Dinge, das Wieviel betreffen) die subj. Größe Psi mit der n-ten Potenz der Reizgröße Phi zunimmt: Psi%3Dk%5Ccdot%20Phi%5E%7Bn%7D, wobei k eine nur von der Def. der subj. Einheit abhängige Konstante ist, n beträgt z. B. für Helligkeit 0,3 bis 0,5, für Lautstärke 0,5 bis 0,7, für Zeitdauer (Zeitwahrnehmung), Druck auf die Handfläche (Hautsinne) und visuelle Länge etwa 1,0, für elektrischen Schlag 3,5. Intra- und interindiv. Variation sowie Methodenabhängigkeit der Ergebnisse sind allerdings sehr groß. Während Stevens u. a. elektro-physiol. Transformationsvorgänge zur Erklärung des Zustandekommens der Potenzbeziehung heranziehen, sehen andere kurz- oder langfristige Lernvorgänge als wesentlich an.

Referenzen und vertiefende Literatur

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