Potenzialbeurteilung

 

(= P.) [engl. assessment of potential; lat. potentia Macht, Vermögen], [AO, DIA], i. Ggs. zur Personalauswahl geht es bei der P. nicht darum, festzustellen, ob eine Person zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Anforderungen eines best. Arbeitsplatzes erfüllt, sondern abzuschätzen, inwieweit sie in Zukunft versch. Aufgaben erfüllen kann. Zudem interessiert man sich für die Lernfähigkeit (Lernpotenzial) der Person. P. werden vor allem zur mittelfristigen Karriereplanung eingesetzt, um bspw. junge Mitarbeiter für zukünftige Führungsaufgaben zu identifizieren und darauf vorbereiten zu können. Auf der Grundlage der P. definiert man einen indiv. Personalentwicklungsbedarf und initiiert entspr. Weiterbildungsmaßnahmen (z. B. Trainings oder Coaching). Im Zuge der P. kommen unterschiedliche Diagnosemethoden zum Einsatz (Einschätzung durch Vorgesetzte, 360-Grad-Feedback, Testdiagnostik, Interviewtechnik, Assessment-Center, Lernpotenzial-Assessment-Center (LP-AC)). Im Zentrum steht dabei meist das Assessment-Center, in dem man die Pbn mit Aufgaben konfrontiert, die sie möglicherweise in einer zukünftigen Position zu bewältigen haben. Grundlage ist hierbei eine Anforderungsanalyse bezogen auf zukünftige Arbeitsplätze. I. R. der Testdiagnostik setzt man auf Verfahren, die einerseits Grundlagen für Lernprozesse erfassen (Intelligenz, Motivation) und andererseits grundlegende Persönlichkeitsmerkmale reflektieren (z. B. BIG FIVE, soziale Kompetenzen).

Referenzen und vertiefende Literatur

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