Prädikat

 

(= P.) [engl. predicate; lat. praedicare bekannt machen], [KOG], in der historischen Grammatik ist das P. eine syntaktische Grundkategorie (Syntax). Der Satz besteht aus zwei obligatorischen Konstituenten, dem Subjekt und dem P., sie bilden den Kern des Satzes. Das Subjekt bezeichnet die Person oder Sache, über die etwas ausgesagt wird. Das P. enthält die Aussage, die für das Subjekt gelten soll. Die Mehrgliedrigkeit des einfachen Satzes ergibt sich aus der Erweiterung des P. Dies führt zu der Vorstellung von einem P. i. e. S., das sich nur auf das Verb bezieht, und von einem weiteren P., das seine Ergänzungen mit umfasst (Lyons, 1971). Zunächst wurde vornehmlich das Subjekt, zunehmend aber auch das P. als das zentralere syntaktische Element angesehen. Die generative Transformationsgrammatik übernimmt den traditionellen P.begriff, schlägt jedoch eine formale Def. vor. Die syntaktische Funktion «Prädikat von» wird definiert als die Relation zw. dem Satz und der unmittelbar von ihm dominierten Verbphrase (Chomsky, 1965). Die generative Semantik führt das grammatische P. auf ein ihm zugrunde liegendes propositionales P. zurück. Die Basis der generativen Semantik erzeugt P.-Argument-Strukturen oder Propositionen. Eine P.-Argument-Struktur besteht aus einem propositionalen P. und seinen Argumenten (Fillmore, 1968, Chafe, 1970). Die Sprachps. hat sich durchgängig dem P.begriff der generativen Semantik angeschlossen. Sie betrachtet Propositionen als entscheidende Gedächtniseinheiten, die aus einem P. und seinen Argumenten zus.gesetzt sind (Clark & Clark, 1977, Engelkamp, 1976). Prädikatenlogik. Satzlernen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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