Preisschwelle

 

 (= P.) [engl. price threshold], [KOG, WIR], bei der Preiswahrnehmung werden Preishöhen meist nicht kontinuierlich sondern in groben Kategorien (teuer, angemessen, preiswert) unterschieden und repräsentiert (Repräsentation). Die Grenzen zw. diesen Kategorien können als P. bezeichnet werden. Der Unterschied zw. zwei Preisen wird dabei als deutlich geringer wahrgenommen, wenn beide Preise in dieselbe Kategorie fallen (Assimilationseffekt) als wenn sie in unterschiedliche Kategorien fallen und eine P. überschritten wird (Kontrasteffekt). Empirisch nachweisbar sind P. durch die sog. Preis-Absatz-Funktion, welche zeigt, dass eine kontinuierliche Erhöhung (bzw. Verringerung) des Preises eines best. Produktes keine lineare Abnahme (bzw. Zunahme) des Prozentsatzes an Personen bewirkt, die bereit wären, das Produkt zu diesem Preis zu erwerben. Vielmehr zeigen sich Stufen im Funktionsverlauf, welche die jew. P. markieren. P. finden sich typischerweise bei runden oder glatten Preisen (2 €), was u. a. die Präferenz vieler Anbieter für gebrochene Preise (1,99 €) erklärt, deren Vorteil jedoch empirisch bislang nicht eindeutig bestätigt ist.

Referenzen und vertiefende Literatur

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