Preisveränderung, Wahrnehmung

 

[engl. perception of price change], [KOG, WIR], in Studien zur Preiswahrnehmung konnte gezeigt werden, dass Menschen Preisveränderungen nicht unmittelbar 1:1 wahrnehmen, sondern dass es zu Verzerrungen kommt. Eine wesentliche Rolle bei der Wahrnehmung von Preisveränderungen spielen dabei die sog. Preisschwellen. Dies bedeutet, dass Preisveränderungen, welche sich innerhalb einer best. subj. Kategorie (z. B. der Kategorie «teuer») abspielen, tendenziell unterschätzt werden, wohingegen Preisveränderungen, die eine Kategoriengrenze überschreiten (z. B. von «teuer» nach «angemessen») tendenziell überschätzt werden. Da Verzerrungen in beide Richtungen vorkommen, kann jedoch davon ausgegangen werden, dass Preisschwellen zumindest nicht zu systematischen Über- oder Unterschätzungen von Preisveränderungen führen. Als Hauptursache für (tatsächlich vorkommende) systematische Fehlwahrnehmungen von Preisveränderungen werden vielmehr die Erwartungen von Personen bzgl. der Preisveränderung vermutet: In mehreren Versuchen zur sog. Teuro-Illusion (eine sehr robuste, subj. Wahrnehmung z. T. extremer (empirisch nicht nachweisbarer) Preissteigerungen durch die Einführung des Euro)konnte empirisch gezeigt werden, dass die wahrgenommenen Preisveränderungen mit den erwarteten Preisveränderungen anstiegen und dass beim Abgleichen von subj. erwarteten Preisveränderungen und vorgefundenen Preisveränderungen zudem eine selektive Fehlerkorrektur vorgenommen wurde: D. h. Rechenfehler, die entgegen den eigenen Erwartungen ausfielen, wurden deutlich häufiger als solche identifiziert und korr. als Fehler, die erwartungskonform ausfielen. Aufmerksamkeit, selektive.

Referenzen und vertiefende Literatur

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