Prior entry

 

(= P.) [engl.] frühere(r) Eingang/Aufnahme, [KOG]. Prior entry beschreibt das Konzept, dass Reize, die im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, früher bewusst wahrgenommen werden als Reize, die sich in der Peripherie der Aufmerksamkeit befinden oder unerwartete Reize, selbst wenn die Reize zur selben Zeit einen Organismus erreichen. P. ist ein Konzept, welches ursprünglich von Edward B. Titchener als eines der fundamentalen Gesetze der Aufmerksamkeit formuliert wurde und damit zu einem der ältesten Forschungsgebiete im Feld der Exp. Ps. zählt (Titchener, 1908). Am häufigsten wird P. untersucht, indem Pbn zwei Reize präsentiert werden und jew. auf den einen oder anderen geachtet werden soll. Die Reize werden dann entweder gleichzeitig oder zeitversetzt gezeigt. Anschl. werden die Pbn entweder gefragt, ob die Reize simultan präsentiert wurden (simultaneity judgment – SJ) oder welcher der beiden Reize zuerst gezeigt wurde (temporal order judgment – TOJ). Nach den aktuellsten Erkenntnissen sind die Effekte von P. robust und treten sowohl bei beiden Entscheidungsaufgaben (SJ oder TOJ) auf als auch bei unimodalen sowie multimodalen Tests.

 

Referenzen und vertiefende Literatur

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