Privatsprache

 

(= P.) [lat. private language; lat. privatus gesondert, persönlich], [EW, KOG, SOZ], in der Sprachphilosophie wird unterschieden zw. privaten (d. h., nicht der Sprache der Sprachgemeinschaft angehörenden, für eigenen Gebrauch geschaffenen) Ausdrücken und Ausdrücken für Privates, für innere Erlebnisse eines Subjekts (Kutschera, 1971). In der Ps. werden mit P. auch sprachliche Ausdrücke und Verständigungsweisen bezeichnet, die in best. Kleingruppen (Familie, Zwillings- u. a. Paaren) ausgebildet und nur innerhalb ihrer verwendet und verstanden werden (Idiolekt, Sprachentwicklung). Die gelegentlich von Zwillingen im Kleinkindalter zur Verständigung untereinander entwickelten, für Eltern und ältere Geschwister zunächst unverständlichen, aber doch regelmäßig verwendeten Lautfolgen verzögern häufig die Sprachentwicklung.

[KLI], P. auch Syn. für die schizophrene Glossolalie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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