Problemlösen, interaktives

 

[engl. interactive problem-solving; lat. inter zwischen, agere handeln], [SOZ], ist ein inoffizieller Ansatz, bei dem ein Team von Sozialwissenschaftlern Vertreter der Konfliktparteien in kleinen Gruppen motiviert, die Konflikte (Konflikt, sozialer) in offener Kommunikation zu diagnostizieren und – geleitet durch ein Problemlösekonzept – Lösungsvorschläge zu machen. Dabei werden auch die subj. Elemente des Konfliktes thematisiert, z. B. Wahrnehmungen, Einstellungen, Gefühle, Interaktionen und Bedürfnisse. Die Mitglieder der Konfliktparteien sind nicht offizielle Regierungsvertreter, sondern Bürger mit hohem Ansehen aus den Bereichen Medien, Kultur, Politik, Kirchen oder Wirtschaft; diese sollen Einfluss nehmen auf Regierung und öffentliche Meinung, um dadurch offizielle Verhandlungen zu fördern. Ps. wichtige Prozesse bestehen darin, dass die Konfliktparteien ihr jew. Feind- und Selbstbild korrigieren (Selbstwahrnehmung, Fremdbild), Empathie für die andere Seite entwickeln, gleichzeitig aber ihre Identität mit der eigenen Gesellschaft nicht verlieren.

Referenzen und vertiefende Literatur

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