progressive Muskelentspannung

 

(= p. M.) [engl. progressive muscle relaxation; lat. progredi voranschreiten], [KLI], nach Jacobson (1938) wird dabei Entspannung durch Spannung und Anspannung best. Muskelgruppen erreicht. Das natürliche Entspannungserlebnis, das auf starke Anspannung folgt, wird genutzt und in Entspannungssuggestionen eingebaut (psychoneurovegetative Kopplung). P. M. kann von Therapeuten, aber auch mit Tonträgern vermittelt werden; eine Kombination ist häufig. Später instruieren sich Pat. selbst. Es handelt sich hier um recht gut untersuchte Verfahren, allein oder als Teil z. B. der systematischen Desensibilisierung. Die p. M. kann als ein für die klin. Praxis relevantes Verfahren gelten, wobei es deutliche Hinweise auf differenzielle Wirksamkeit gibt. Bessere Behandlungserfolge werden bei jüngeren und weniger gestörten Pat. erzielt. Anwendungsbereiche u. a.: Hypertonie, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Angst- und Spannungsgefühle.

Referenzen und vertiefende Literatur

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