Prolaktin

 

(= P.), [BIO], Hormon, das überwiegend im Hypophysenvorderlappen gebildet wird und bes. für die Steuerung des Wachstums der Brustdrüsen während der Schwangerschaft und die Bildung der Milch während der Stillzeit bekannt ist. P. ist darüber hinaus jedoch noch in eine Vielzahl anderer Prozesse involviert. In einer Studie an Mäusen konnten 300 versch. biol. Funktionen des P. identifiziert werden (Bole-Feysot et al., 1998). So ist P. an versch. Prozessen der Reproduktion beteiligt, sowohl hinsichtlich der Sekretion anderer Sexualhormone als auch in der Steuerung von reproduktiven Verhaltensweisen wie dem Sexualverhalten und dem mütterlichen Verhalten der Frau (Binart et al., 2010). Auch für die Erhaltung der Homöostase (= Gleichgewichtszustand) eines Organismus hat P. offenbar eine wichtige Funktion. So ist es an der Immunantwort, der Osmoregulation und der Entstehung von Blutzellen beteiligt (Freeman et al., 2000). Auch heute sind noch nicht alle Funktionen des P. vollst. aufgeklärt. Die Konzentrationen des P. im Blut variieren über 24 Std.: in der Nacht während des Schlafes sind sie am höchsten und tagsüber am niedrigsten.

Referenzen und vertiefende Literatur

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