propensity score

 

(= p.s.) [engl. propensity Neigung, score Wert], [FSE], ein stat. ermittelter, fallspezifischer Wert, der insbes. in multivariaten Regressionsmodellen (Regressionsanalyse) und Kovarianzanalyse verwendet wird, um systematische Unterschiede oder Verzerrungen zw. Vergleichsgruppen zu kontrollieren. Wird die Zugehörigkeit der Studienteilnehmer zu z. B. zwei Vergleichsgruppen nicht per Randomisierung gebildet (Quasi-Experiment), so besteht die Gefahr der Konfundierung der Gruppenzugehörigkeit mit bedeutsamen Drittvariablen (interne Validität). Der p.s. wird ermittelt, indem auf Basis eines logistischen Regressionsmodells aus allen potenziell konfundierten Variablen die Wahrscheinlichkeit für die Zugehörigkeit zu einer der beiden Gruppen geschätzt wird. Der P. ist gleich dem geschätzten teilnehmerspezifischen Wahrscheinlichkeitswert für die Zugehörigkeit zu einer der beiden Gruppen. P. enthält somit die aggregierte Information aller potenziellen Konfounder. P. kann als Kovariate i. R. von Folgeanalysen (z. B. Kovarianzanalyse) berücksichtigt werden. Das Verfahren gilt als empfehlenswert zur Kontrolle von Konfundierungseffekten, (1) da die Konfounderinformation stat. ökonomisch kontrolliert werden kann und (2) nur die unabhängige Variable Gruppenzugehörigkeit und die Konfoundervariablen bei der Ermittlung der Konfundierungsinformation in einem separaten Analyseschritt berücksichtigt wird. Der direkte Zusammenhang der Konfounder mit der abhängigen Variable hat somit keinen Einfluss auf die Schätzung. [www.biostat.jhsph.edu/~estuart/propensityscoresoftware.html]

Verwendete Literatur

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