Psychodrama

 

(= P.) [engl. psychodrama; gr. ψυχή (psyche) Seele, Hauch, δρᾶμα (drama) Handlung], [KLI], das klassische P. nach Moreno (1946) ist eine psychoth. (interpersonelle und interaktionelle) Aktionsmethode, bei der Vorstellungen, Situationen, interpersonelle wie intrapsych. Konflikte über die Verbalisation hinaus in Handlung und szenische Darstellung umgesetzt werden. Hierdurch sollen Emotionen und Konflikte sichtbar gemacht, wiedererlebbar und veränderbar werden. Die zugrunde liegenden Prinzipien sind Begegnung, Spontanität, Kreativität, Spiel und Handeln. Es werden die Konstituenten Bühne, Protagonist (Problemsteller), Leiter bzw. Therapeut, Mitspieler, Gruppenteilnehmer und P.-Techniken (Rollenwechsel, Doppeln, leerer Stuhl, Spiegeln) unterschieden. Das P. verläuft in drei Phasen, der Erwärmungs- oder Initialphase (Problemfindung), der Spiel- oder Aktionsphase (Problembearbeitung) und der Gesprächs- oder Integrationsphase. P. kann in unterschiedlicher Form umgesetzt werden: protagonistenorientiertes P., gruppenzentriertes P., Monodrama, Rollenspiel, Soziodrama, Stegreifspiel. Eine wichtige Wirkvariable scheint die affektive und aktive Beteiligung der Pat. am psychodramatischen Prozess zu sein. Insges. ist diese Therapieform allerdings noch nicht ausreichend untersucht. Die bisherigen Ergebnisse sprechen dafür, dass das P. eher als Komponente in einem umfassenden Behandlungsangebot und weniger als eigenständige Behandlungsmethode von Bedeutung ist.

Verwendete Literatur

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