Psychopathologie, elterliche

 

(= e. P.) [engl. parental elterlich], [KLI], etwa 9–10 % aller Frauen und 5–6 % aller Männer erkranken während der Elternschaft psych. (Parker et al., 2009). Die e. Psychopathologie bzw. psych. Erkrankung wirkt als psychosozialer Risikofaktor auf den e. Umgang mit dem Kind und damit auf seine Entwicklung und psych. Gesundheit (Wiegand-Grefe et al., 2011). Mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder entwickeln in Kindheit und Jugend eine psych. Störung (Beardslee et al., 1998). Neben genetischen Faktoren haben u. a. die krankheitsbedingte Einschränkung des e. Verhaltens und ein niedriges familiäres Funktionsniveau sowie erhöhte psychosoziale Belastungen (z. B. Trennung der Eltern, Armut oder soziale Randständigkeit) einen erheblichen Einfluss auf die kindliche Symptomentwicklung (Mattejat & Remschmidt, 2008). Präventive/interventive Angebote (Prävention, Intervention) auf unterschiedlichen Ebenen (Eltern, Kind, Familie, soziales Umfeld) sind ggf. indiziert, um die vorhandenen psychosozialen Belastungen zu reduzieren, um die indiv. und sozialen Schutzfaktoren (Ressourcenorientierung) zu stärken und um eine normale kindliche Entwicklung zu ermöglichen.

Verwendete Literatur

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