pursuit rotor

 

(= p. r.) [engl. pursuit verfolgen, rotor Drehkörper], [DIA, KOG], ein 1922 von Koerth beschriebenes und zus. mit C.E. Seashore entwickeltes Gerät zur Prüfung der motorischen Geschicklichkeit bei einer Auge-Hand-Koordinationsaufgabe. Der p. r. stellt eine Weiterentwicklung von apparativen Tests dar, bei denen die Augenbewegungen beim Verfolgen von bewegten Objekten oder die Auge-Hand-Koordination bei kreisenden Pendeln registriert wurde (Sinnesfunktionen). Beim p. r. kreist eine Scheibe mit einem Zielpunkt. Die Vp muss mit einem Griffel den Zielpunkt verfolgen. Als Maßzahl für die motorische Leistung gilt die Kontaktzeit mit dem Zielpunkt. Es gibt heute versch. technische Versionen. Während frühere Ausführungen hauptsächlich elektromechanisch funktionierten, wurde innerhalb der Motorischen Leistungsserie (Schoppe) eine fotoelektrische Version gewählt. Der p. r. wurde außerdem in der lerntheoretisch orientierten Persönlichkeitsforschung (z. B. von Eysenck) als apparativer Test zum Nachweis der reaktiven Hemmung verwendet. Wird die Leistung des p. r. unter massierter Übung gefordert, so ist der Leistungsanstieg gegenüber verteilter Übung wesentlich geringer. Eysenck hat die Leistungswerte beim p. r. gleichzeitig zum Nachweis des Reminiszenzeffektes benutzt. Extravertierte Vpn zeigten gegenüber Introvertierten einen höheren Reminiszenzeffekt.

Verwendete Literatur

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