Randomisierungstest

 

(= R.) [engl. randomization test; random zufällig], [FSE], ein R. ist ein Permutationstest, der auf einer zufälligen Zuordnung (Randomisierung) der Untersuchungseinheiten (Personen, Beobachtungszeiten, Phasen oder Trialblöcke) zu den Behandlungsbedingungen beruht. Die Prüfgröße (test statistic) wird nicht nur für die erhaltene Zuordnung, sondern für alle Datenpermutationen berechnet. Diese Datenpermutationen bilden die Referenzmenge für die Prüfgrößenverteilung (sampling distribution). Unter der Nullhypothese ist das Ergebnis jeder Datenpermutation gleich wahrscheinlich. Da bei R. die Prüfgrößenverteilung nicht auf eine best. theoret. Verteilung (z. B. die Normalverteilung) Bezug nimmt, sondern erst durch Permutationen des jew. vorliegenden Datensatzes generiert wird, kann sie nicht generell für best. Stichprobenumfänge tabelliert werden. Falls es möglich ist, die Beobachtungszeiten den Behandlungsbedingungen nach dem Zufall zuzuordnen oder den Interventionszeitpunkt innerhalb eines im Voraus fixierten Intervalls nach einem Zufallsverfahren zu bestimmen, dann stellen R. für die zufallskritische Auswertung von Einzelfalldaten eine echte Alternative zu den klass. zeitreihentheoret. Ansätzen der allg. Klasse der ARIMA-(autoregressive integrated moving average)-Modelle dar (Zeitreihenanalyse). 

Die einzelfallstat. Anwendung von R. in der Ps. geht auf Edgington (1995) zurück. Über den praktischen Einsatz von R. bei versch. einzelfallstat. Versuchsanlagen (bspw. AB- und ABA-Pläne, multiple Grundkurvenpläne, faktorielle Versuchspläne) sowie bei Kleingruppenexp. informieren Todman und Dugard (2001). Bootstrapping, Jackknifing, Statistik.

Referenzen und vertiefende Literatur

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