Raubmord

 

(= R.) [engl. robbery with murder], [RF], bezeichnet vorsätzliche Tötung in Verbindung mit Raub. Als maßgebliche Bedingung für diese stat. seltenere Verschärfung eines Raubdelikts gilt der Kontrollverlust des Täters über die Tatsituation. In der Minderheit der Fälle wird die gezielte Tötung des Opfers vor der Beraubung beobachtet. Der Kontrollverlust wird in der einschlägigen Literatur hauptsächlich auf mangelhafte Tatplanung und auf Alkoholisierung (Alkohol) des Täters bei Tatausführung zurückgeführt. Weitere beobachtete Besonderheiten bei R., häufigere Bekanntschaft zw. Täter und Opfer sowie eher geringerer ökonomischer Druck als bei Raub, deuten darauf hin, dass eine komplexe Tatmotivation das Risiko des tödlichen Verlaufes erhöht.

Referenzen und vertiefende Literatur

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