Raumorientierung

 

(= R.) [engl. spatial orientation], [BIO, KOG, WA], bez. den Sachverhalt, dass ein Organismus es schafft, den eigenen Körper (oder auch einzelne Körperteile) in ein definiertes und kontrolliertes Verhältnis zu seiner räumlichen Umwelt zu bringen und dieses Verhältnis über Ganzkörperbewegungen (oder Körperteilbewegungen) hinweg auch def. zu halten (Motorik, Psychomotorik). Menschen und Tiere bewegen sich normalerweise in gut wahrnehmbaren Räumen problem- und reibungslos, d. h., sie bewahren bspw. das Gleichgewicht trotz evtl. Unebenheiten des Bodens oder Veränderungen des Untergrunds (Vertikalen-Orientierung). Menschen und Tiere finden sich auch in ihren vertrauten und komplexen Umwelten gut zurecht, d. h., sie kollidieren bspw. nicht mit Hindernissen oder laufen nicht in Wände und sie erreichen selbst gesetzte Ziele meist problemlos und ohne sich zu verirren (Horizontalen-Orientierung). Sich im Raum stabil zu orientieren, ist ein wesentliches Merkmal eines gesunden und überlebensfähigen Organismus; umgekehrt sind gravierende Probleme bei der R. häufig ein Anzeichen für den Ausfall von wichtigen sensorischen oder kogn. Funktionen (z. B. Altersdemenz) oder für ernsthafte neurale Schädigungen (z. B. Hirnschädigung). Raumrepräsentation.

Referenzen und vertiefende Literatur

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