Rausch, Edwin

 

(1906–1994), [HIS, KOG, WA], studierte ab Sommersemester 1925 in Bonn, ab 1926 in Frankfurt Math., Physik und Ps., 1934–1939 war er Hilfsassistent am Psychol. Institut in Frankfurt am Main. Nach dem Staatsexamen mit einer Philosophieprüfung bei Max Wertheimer (1931) wollte Rausch bei Wertheimer promovieren, der jedoch 1933 sein Amt verlor und in die USA emigrierte. Rausch promovierte dann 1936 bei Wolfgang Metzger mit einer Arbeit über Summativität und Nichtsummativität (Gestaltpsychologie). 1939–1954 war Rausch Assistent in Frankfurt. Bei Kriegsanfang wurde er eingezogen und gehörte der Wehrmacht an. Im Winter 1940–1941 erhielt er Urlaub, um seine Habilitation mit Untersuchungen über die die Erscheinungsweisen von Parallelogrammen abzuschließen. 1941–1942 war Rausch beim Eignungsprüfwesen der Luftwaffe tätig, dann als Meteorologe in Frankreich, Polen und Russland. Nach amerik. Kriegsgefangenschaft kehrte Rausch nach Frankfurt zurück und übernahm zunächst kommissarisch die Leitung des Psychol. Instituts der Universität Frankfurt am Main; 1954 bis 1964 war er dort außerordentlicher, 1964–1971 ordentlicher Professor für Ps. Rausch forschte in gestalttheoret. Tradition zu geometrisch-optischen Täuschungen, zu Prägnanz, kinästhetischen Nachwirkungen (Kinästhesie) sowie zu Fragen der Denk-, Sprach- und Kommunikationsps. Schließlich beschäftigte sich Rausch mit der Phänomenologie der künstlerischen Wahrnehmung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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