Redundanz

 

(= R.) [engl. redundancy; lat. redundare etw. im Überfluss haben], [KOG], Weitschweifigkeit, Überladung einer Aussage mit überflüssigen Elementen. Ein informationstheoretischer (Informationstheorie) Begriff für nicht ausgenutzte Information bzw. Abweichung von dem max. möglichen Informationsbetrag. R. ist im einfachsten Fall ein Maß für den Grad der Abweichung einer gegebenen Verteilung von Wahrscheinlichkeiten von einer Gleichverteilung. R. wird in der Ps. häufig als Maß für Struktur, Ordnung, Abweichung von einem völlig ungeordneten Zustand verwendet. Die R. einer Nachricht macht zwar einen erhöhten Übertragungsaufwand erforderlich (Nachrichtenübertragung), doch bietet sie auch einen gewissen Schutz vor Übermittlungsstörungen, da die Regelhaftigkeit der Zeichenfolge Schlüsse auf das Fehlen oder auf die Fehlerhaftigkeit von Zeichen zulässt (Kontextredundanz). Jede sprachliche Mitteilung ist schon deshalb redundant, weil die einem begrenzten Repertoire entnommenen Sprachzeichen (Buchstaben, Silben, Wörter etc.) unterschiedlich häufig auftreten und weil sie gemäß orthografischen und syntaktischen Regeln zueinander in seriellen Wahrscheinlichkeitsrelationen stehen (Sprachstatistik, Grammatik).