reflektierendes Schreiben

 

(= r.S.) [engl. reflective writing; lat. re- zurück, flectere beugen]; syn. therap., heilendes Schreiben, Schreib- oder Poesietherapie, [GES, KLI], Selbsthilfe-Technik, in der das Schreiben i. w. S. als therap. Instrument sowie zur Selbstreflexion und Selbstentwicklung genutzt wird. Im r. S. können Gedanken, Gefühle und Erfahrungen bzgl. der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reflektierend, loisch., persönlich, hypothetisch, kritisch oder kreativ betrachtet werden. Das r. S. ist eine Aktivität, die sowohl das Beschreibende (was, wann, wer) beinhalten kann als auch analysierende (wie, warum, was wenn) sowie ausdrückende Komponenten (z. B. ich denke, ich fühle, ich glaube). Ein zentrales Element des r. S. ist, dass man keine schriftstellerischen Fähigkeiten dazu benötigt, sondern dass es im Gegenteil darum geht, möglichst authentisch die eigenen Gedanken, Gefühle und Erfahrungen in Worte zu fassen. Innerhalb des r. S. existieren wiederum viele Methoden, mit deren Hilfe die Therapie, Selbstreflexion und Selbstentwicklung angeregt werden soll. Das r. S. ist bei Alltagsproblemen und vielen psych. und körperlichen Erkrankungen bzw. Störungen wirksam, es ist emot. entlastend und kann letztlich auch Schreibblockaden lösen. Psychoth. genutzt wird es v. a. in den USA und Großbritannien, wobei auch eine Zunahme in Dt. zu verzeichnen ist.

Referenzen und vertiefende Literatur

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