Regel

 

(= R.) [engl. rule], [KOG], wird in der Ps. als erlernbares, Verhalten steuerndes Prinzip verstanden. Insbes. von der Linguistik (Grammatik, Grammatiktheorie) nahm der Begriff über die Psycholinguistik Einfluss auf die Ps. Er sollte das für dispositionelle Organisation im Bereich der Sprache fragwürdig gewordene Prinzip der assoziativen Verknüpfung ersetzen und neue Formen der Hierarchisierung kogn. Organisation modellieren helfen. Hierarchie. Herrmann, 1972b, Osgood, 1963.

[AO], stellen eine Form der Steuerung (Steuerung, psychologische) und Koordination organisationaler Prozesse dar. Eine hohe R.dichte wird als ein wesentliches Kennzeichen bürokratischer Organisationsformen angesehen. Während aus Sicht der traditionellen Organisationslehre R. zur Starrheit organisationaler Prozesse beitragen, wird in neueren Ansätzen betont, dass R. sowohl einen einschränkenden als auch einen unterstützenden Charakter haben können (enabling bureaucracy, Adler & Borys, 1996). Dabei spielt auch eine Rolle, um welche Arten von R. es sich handelt, d. h., auf welcher Ebene der Handlungsregulation (Handlungsregulationstheorie) (Ziel, Prozess, Handlung/Operation) die R. ansetzt. R., die Ziele oder Prozesse vorgeben, unterstützen flexibles Handeln mehr als sehr detaillierte Handlungsregeln (Grote, 2009).

Referenzen und vertiefende Literatur

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