Regression

 

(= R.) [engl. regression; lat. regredi zurückkehren/-greifen], [KLI], sowohl i. S. der Rückbildung als Atrophie, Degeneration, Dissimilation als auch des Zurückgreifens auf frühere Entwicklungsstadien. Atavismus.

Psychoanalyse: Der Begriff der R. wird v. a. in genetischer Perspektive gebraucht. Er bez. eine Rückkehr zu früheren Entwicklungsformen des Denkens, der Trieborganisation, der Objektbeziehungen und der Verhaltensstrukturen. Freud arbeitet mit dem Axiom, dass die infantile Vergangenheit des Menschen unvergänglich ist. Der Rückschritt in einen früheren Entwicklungszustand, z. B. in eine frühere Triebbefriedigungsform, liegt dann nahe, wenn die Möglichkeiten zur entwicklungsadäquaten Triebbefriedigung oder zu einem progressiven Entwicklungsschritt verschlossen sind. In klin. Perspektive hat es sich eingebürgert, eine gutartige (d. h. entwicklungsfördernde) von einer malignen Regression zu unterscheiden.

[FSE], Regressionsanalyse, Regression zur Mitte, Regressionsprinzip.

Referenzen und vertiefende Literatur

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