Rekognitionsaufgabe

 

(= R.) [engl. recognition task; lat. re- wieder, cognoscere erkennen, wissen], [KOG], eine R. ist ein direkter Gedächtnistest (Gedächtnisprüfung), bei dem das Wiedererkennen von Informationen (typischerweise Wörter oder Bilder) aus einer vorherigen Lernepisode geprüft wird. Man unterscheidet zw. einem Ja-Nein-Rekognitionstest (yes-no recognition test) und der erzwungenen Wahlaufgabe (forced-choice recognition task). Beim Ja-Nein-Rekognitionstest werden Stimuli aus einer Lernepisode und zusätzliche neue Stimuli (sog. Distraktoren oder lures) in Zufallsfolge dargeboten. Aufgabe des Pb ist es, für jedes Testitem anzugeben, ob es in der vorherigen Lernepisode vorhanden war («ja») oder nicht («nein»). Bei der erzwungenen Wahlaufgabe werden mehrere Testitems gleichzeitig dargeboten, ein Item aus der Lernepisode und mind. ein neues Distraktoritem zusätzlich). Aufgabe ist es, das Item auszuwählen, das in der Lernepisode vorkam. Zur Analyse von Rekognitionstestleistungen sind geeignete Messmodelle unverzichtbar, um Gedächtniseinflüsse und Antworttendenzen zu separieren (Verarbeitungsbaummodelle, multinomiale; Signalentdeckungstheorie). In der Prozessdissoziationsprozedur werden Rekognitionstests zur Messung von kontrollierten und automatischen Gedächtnisprozessen eingesetzt (Prozessdissoziation).

Referenzen und vertiefende Literatur

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