Rogers, Carl Ransom

 

(1902–1987), [HIS, KLI], wurde als viertes von sechs Kindern einer religiösen Familie in einem Vorort von Chicago geb. Er studierte zunächst Agrarwissenschaften, wechselte dann zur Theologie, dann schließlich – nach religiösen Zweifeln – zur Ps. Rogers studierte (MA 1928) und promovierte (Ph.D. 1931) an der Columbia University. Rogers lehrte 1935–1940 an der University of Rochester; 1940 wurde er Professor für Klinische Ps. an der Ohio State University. Dort verfasste er sein Buch «Counseling and Psychotherapy» (1942). 1945 baute er ein Beratungszentrum an der University of Chicago auf, 1947 wurde er als Präsident der American Psychological Association gewählt. Durch seine Bücher sowie durch Therapie-, Beratungs- und Lehrtätigkeit begründete er die Klientenzentrierte bzw. Personzentrierte Psychotherapie (in Dt. häufig Gesprächspsychotherapie (GT) genannt). Rogers lehrte dann an der University of Wisconsin, 1963 ging er an das Center for Studies of the Person in La Jolla, Kalifornien. Rogers starb hochgeehrt 1987 in La Jolla. Rogers' Arbeiten stellen das Bedürfnis des Menschen nach Selbstverwirklichung, Anerkennung und innerem Wachstum heraus. Diese Ziele soll der Klient in sich finden. Der Therapeut hat daher alle lenkenden, dirigistischen und auch deutenden Maßnahmen zu vermeiden, sich jedoch um Verwirklichung der drei Grundhaltungen (Basisvariablen) Empathie, Wertschätzung und Kongruenz zu bemühen. Die so praktizierte Personenzentrierte Psychotherapie ist der Humanistischen Ps. zuzurechnen und hat bis heute erheblichen Einfluss auf die Entwicklung weiterer Therapie- und Beratungsformen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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