Rollentheorie

 

(= R.) [engl. role theory], [SOZ], seit Sarbins (1954) Handbuchartikel übliche Bez. für relativ heterogene Hypothesen über Inhalt und Funktion uneinheitlicher Rollenkonzepte (Rolle). Biddle und Thomas (1966) wiesen daher den Anspruch einer umfassenden Theorie zurück. Habermas (1973) und Haug (1974) kritisieren die der R. immanenten Anpassungsvorgänge des Individuums (Individuum) an anscheinend invariant und übermächtig vorgegebene gesellschaftliche Verhältnisse sowie die schichtenspezifischen Verlaufsformen der Sozialisation. Untersuchungen zur mehrfachen Gruppenzugehörigkeit und den damit verknüpften Konflikten (Konflikt, sozialer) sollten zu einer Eingrenzung der Aussagen, einer zunehmenden Vereinheitlichung der Begriffsbestimmung von Rolle evtl. zu mehreren R. mittlerer Reichweite führen. Rollenkonflikte.

Verwendete Literatur

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