Rothacker, Erich

 

(1888–1965), [PHI, HIS], studierte versch. natur- und geisteswiss. Fächer in Kiel, Straßburg, Tübingen und Berlin. Er promovierte 1911 in Tübingen mit einer Arbeit über die Genetische Geschichtsschreibung i. S. von Karl Lamprecht. Nach der Habilitation in Philosophie (1920) wurde er 1928 in Bonn Nachfolger von Gustav Wilhelm Störring und lehrte Philosophie und Ps. Im Bereich der Ps. wandte sich Rothacker strikt gegen eine exp. Ps. i. S. der Bewusstseinsps.. Sein Ziel war unter dem Einfluss von Max Scheler, Nicolai Hartmann u. a. eine ganzheitliche Sicht des Menschen. Hatte Rothacker in den frühen Jahren zur Grundlegung der Geisteswissenschaften gearbeitet, bildeten in den dreißiger Jahren seine Arbeiten zur Schichtentheorien der Persönlichkeit (Rothacker, 1938), gestützt auf Ps., Biologie und Med., den Höhepunkt der schichtentheoret. Bewegung in Dt. (Schichtentheorie). Rothackers Schichtenmodell behielt in der Ps. bis in die Nachkriegszeit Bedeutung (Stöwer, 2012, 251ff.). Schon vor 1933 stand Rothacker der nationalsozialistischen Bewegung, insbes. der nationalsozialistischen Kulturpolitik und Rassenlehre nahe. Ab 1947 lehrte er wieder in Bonn.

Referenzen und vertiefende Literatur

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