Sadismus

 

(= S.) [engl. sadism], [KLI],  bez. eine Störung der Sexualpräferenz (Sadomasochismus, F65.5), sex. deviantes Verhalten mit Befriedigung bis zum Orgasmus durch Schmerzzufügen, Misshandeln, Demütigen. Der S. ist die Gegenposition zum Masochismus. Der Begriff wurde von Krafft-Ebing eingeführt, benannt nach dem frz. Schriftsteller Marquis de Sade (1740–1814). In der Psychoanalyse gelten sadistisches Verhalten und sadistische Zwangsgedanken als reaktive (kompensatorische) Äußerungen beim gehemmten Neurotiker (Neurose).